Gesunde Tiere – Gesunde Menschen – Gesunde Umwelt

VSF-Suisse hat ein Gesicht! Lernen Sie Daniel Bolomey kennen

VSF- Suisse, 22.01.2014

 

 

Seit Beginn des Jahres hat VSF-Suisse einen neuen Geschäftsleiter. Herr Daniel Bolomey ist 61 Jahre alt und verfügt über langjährige Erfahrung in der Leitung von NGOs. Während mehr als 25 Jahren arbeitete er für Amnesty International sowohl in der Schweiz als auch im Ausland. Von 2001 bis 2011 war er als Generalsekretär der Schweizer Sektion von Amnesty International tätig und arbeitete danach als Sonderberater des internationalen Generalsekretärs von Amnesty International in London. Nach Beendigung dieses Mandates hat er sich einem privaten Beratungsbüro, triaspect SA, angeschlossen. Heute sind wir glücklich, dass er sich zusammen mit Vétérinaires Sans Frontières Suisse in ein neues Abenteuer stürzt!

 

 

   

  

Herr Bolomey, nach über 25 Jahren bei Amnesty International haben Sie in einem privaten Beratungsbüro gearbeitet. Was hat Sie dazu motiviert, nun doch wieder für eine NGO zu arbeiten?


Als Berater habe ich hauptsächlich mit NGOs gearbeitet, daher verändert sich nicht viel an meiner Arbeit. Was mich besonders freut ist die Tatsache, dass ich nun für eine NGO arbeite, die sich mit konkreten Programmen und Interventionen auseinandersetzt. Die Projekte kommen direkt einem Teil der afrikanischen Bevölkerung zugute. Nachdem ich viele Jahre für eine sehr grosse – und übrigens auch grossartige – NGO gearbeitet habe, die sich hauptsächlich auf Kampagnen und Plädoyers konzentriert, schätze ich nun den konkreten Bezug zu den Leuten vor Ort. 

     

Sie stossen in einer eher turbulenten Zeit zu VSF-Suisse. Welches sind die Herausforderungen die auf Sie warten? Und wie gedenken Sie diesen zu begegnen?


Ich fürchte die Herausforderungen nicht. Zudem wurde ich ausführlich über die Probleme, mit denen VSF-Suisse zu kämpfen hat informiert, bevor ich die Stelle angenommen habe. Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass die Leitung des Vereins, sowohl im Vorstand als auch auf der Geschäftsstelle mit Hochdruck daran arbeitet, die Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Aber nach zwei Wochen in dieser Position ist es noch zu früh um von klaren Strategien zu sprechen, wie wir den Herausforderungen begegnen werden. Geben Sie mir etwas Zeit. Was ich mit Sicherheit sagen kann, ist, dass der Schlüssel zum Erfolg darin liegt, dass wir alle am gleichen Strick ziehen und ich bin überzeugt, dass wir dies auch tun werden.

 

Auf welche Aufgaben freuen Sie sich besonders?


Ich freue mich, in einem kleinen Team am Hauptsitz arbeiten zu können und dabei eine direkte Verbindung zu konkreten Realitäten in den Projekten in Afrika pflegen zu können. Vor allem freue ich mich darauf, sowohl hier als auch im Feld viele neue Leute kennenzulernen. Denn die, die mich kennen wissen, dass ich ein „animal très social“ bin…

 

Die Projekte von VSF-Suisse werden alle in Afrika umgesetzt. Welche Erfahrungen mit dem afrikanischen Kontinent haben Sie bisher gesammelt?


Ich habe viele Erfahrungen in Afrika gesammelt, speziell auch in den Regionen, in denen VSF-Suisse tätig ist. Ich denke, dass dies für die Arbeit hier von grossem Vorteil ist. Ich war unter anderem 1987 privat in Burkina Faso unterwegs, danach mit Amnesty auf Mission in Senegal (1989). 1995, dass heisst ein Jahr nach dem Genozid in Ruanda, war ich in Zentralafrika (Ruanda, Burundi und Kenia) und wurde mit apokalyptischen Szenarien konfrontiert. Diese Bilder trage ich für den Rest meines Lebens im Gedächtnis. Ich war zudem mit dem Generalsekretär von Amnesty am Gipfel der Staatschefs der (damaligen) Organisation für Afrikanische Einheit in Addis Abeba. In den letzten Jahren war ich in Benin und ein weiteres Mal in Ouagadougou unterwegs. Ich liebe Afrika und die Menschen dort und es freut mich, dass ich nun den Kontakt zum afrikanischen Kontinent wieder aufnehmen kann.

 

Der Slogan "Gesunde Tiere – Gesunde Menschen" bezieht sich auf Kleinbauern, deren Überleben von den Nutztieren abhängig ist. Welchen Bezug zu Tieren haben Sie privat?


Während meiner ganzen Kindheit habe ich in den Ferien auf dem Bauernhof meines Onkels gearbeitet. Von Zeit zu Zeit gehe ich reiten und wir haben zuhause eine Katze (diese wird alt und miaut ständig wie verrückt, doch laut unseres Tierarztes gehört dies dazu und viel dagegen unternehmen kann man nicht, ausser sich daran zu gewöhnen...)
Ich bin bestürzt darüber, wie die Tiere in der Lebensmittelindustrie behandelt werden und wir haben den Fleischkonsum in unserer Familie stark verringert. Heute essen wir zuhause fast ausschliesslich Bio-Fleisch aus einer jurassischen Bauerngemeinschaft.
Ich liebe es, mich zur Entspannung in ein kleines Ferienhaus in Mitten der Schilfgebiete am Neuenburgersee zurückzuziehen. Dort kann man wunderschöne Vögel beobachten.

 

Und schliesslich, wie sehen Sie die Zukunft von VSF-Suisse?


VSF-Suisse repräsentiert einen grossen Teil der Bevölkerung – Tierärzte und deren Kunden – für welche sowohl die Gesundheit von Tieren als auch die Gesundheit von Menschen eine zentrale Rolle spielen. Zudem ist die Schweizer Bevölkerung bekannt für Ihre Solidarität mit den Ärmsten dieser Welt. Kombiniert man diese Faktoren und gelingt es, diese Leute umfänglich zu informieren und zu mobilisieren, sehe ich durchaus eine Zukunft für VSF-Suisse. VSF-Suisse arbeitet mit Hochdruck um dieses Ziel zu erreichen, um so weiterhin tausende Familien und Dorfgemeinschaften zu unterstützen, welche dringend auf unsere Hilfe angewiesen sind.

 

 

 

Tags: Geschäftsleitung  VSF has a face. Bern  VSF-Suisse 
Kategorien:

Hans Knaus

23.01.2014
Guten Tag Herr Bolomey Für die neue Aufgabe wünsche ich viel Erfolg. Mit meinen besten Grüssen Hans Knaus

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