Eine Kamelstute und ihr Junges in einem ruhigen Moment. © Tom Martin (martinundmartin.eu)

Während Dürren steht immer weniger Futter und Wasser zu Verfügung, Tiere magern ab, geben weniger Milch und sind anfälliger auf Krankheiten. In Kenia sind aus diesem Grund in den letzten Jahren tausende Rinder, Schafe und Ziegen den Dürren zum Opfer gefallen.

Das Problem: ohne Regen keine Milch

Kamele sind sehr widerstandsfähig und geben sogar während Dürren Milch. © Tom Martin (martinundmartin.eu)

Die Dürren schwächen aber auch gefährdete Menschen wie Nomadenfamilien enorm. Frauen in ihrer Rolle innerhalb der Familie sind in vielen Fällen besonders verletzlich, da die Milch der Tiere ein grosser Anteil der Ernährung ihrer Kinder ist.

Wenn die Milch aufgrund der Trockenheit ausbleibt, steigt deshalb das Risiko für Mangelernährung bei Kindern rasant, was schwerwiegende oder fatale Folgen für die betroffenen Kinder haben kann.

Gestärkte Frauen dank Kamelen

Wer trotz unwirtlichen Bedingungen überleben will, muss anpassungsfähig sein. Kamele zum Beispiel sind ein Leben in den Trockengebieten gewohnt:

  • Gegenüber Dürren sind sie widerstandsfähiger als andere Tiere, da sie einerseits nicht auf Weidegras angewiesen sind, sondern Blätter von Bäumen wie Akazien fressen.
  • Kamele können auch bis zu drei Wochen lang Milch geben ohne Wasser zu trinken. Sie sind wahre Wundertiere!

Weil Frauen von Dürren besonders betroffen sind, gibt VSF-Suisse Kamele an Frauengruppen ab. Mit der wertvollen Milch können diese somit die Ernährungssituation ihrer Kinder verbessern und ihr Einkommen steigern.

Die Dürren schwächen aber auch gefährdete Menschen wie Nomadenfamilien enorm. Frauen in ihrer Rolle innerhalb der Familie sind in vielen Fällen besonders verletzlich, da die Milch der Tiere ein grosser Anteil der Ernährung ihrer Kinder ist.

Wenn die Milch aufgrund der Trockenheit ausbleibt, steigt deshalb das Risiko für Mangelernährung bei Kindern rasant, was schwerwiegende oder fatale Folgen für die betroffenen Kinder haben kann.

Portrait: Die Wabera Frauengruppe

Eine der Gruppen, die wir unterstützen ist die Wabera Frauengruppe. Sie hilft Frauen nicht nur wirtschaftlich, sondern verbindet auch Frauen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Zum Beispiel lebtenSomali- und Meru-Frauen in ihren Gemeinschaften seit langem als Nachbarinnen, jedoch kam es nicht zu regelmässigem Austausch zwischen den beiden und somit konnten sie auch nicht gegenseitig von ihrem Wissen und ihrer Erfahrung profitieren.

Dies sollte sich ändern, als wir unser Kamelprojekt begannen, welches
die beiden zusammenbrachte.
Die Meru-Frauen kannten sich mit Kamelen nicht aus, doch ihre neuen Somali-Kolleginnen führten sie mit Hilfe von VSF-Suisse in die Kunst der Kamelzucht und Milchproduktion ein. Die 18-köpfige Gruppe erhielt 18 Kamele, von welchen 9 Nachwuchs hatten und 15 bereits wieder trächtig sind. Ein wahrer Jungtier-Segen.

Bilder: (1) ©Peter-Lüthi-Biovision (2) (3) ©Tom Martin (4) © Peter-Lüthi-Biovision

Das Projekt gab den Frauen nicht nur Kamelmilch, sondern bot ihnen auch die Möglichkeit ihre Herden nachhaltig zu vergrössern. Dies verleiht der Wabera Frauengruppe Erfolg und Ansehen! Gegen eine nächste Dürre ist die Wabera Gruppe jetzt besser gewappnet.

Denn dank Aufnahme und Verbesserung der Kamelhaltung können die Somali- und Meru-Frauen sich den starken klimatischen Veränderungen in Kenia nachhaltig anpassen.

Möchten Sie mehr über das Projekt erfahren? Sie finden den Projektbeschrieb auf unserer Webseite unter http://vsf-suisse.org/vsf/web/de/index.asp?QString=270,0,181,0,0,0&View=Detail

Zwei Kinder mit Schafen in einer von Dürre geplagten Region in Kenia
© Tom Martin (martinundmartin.eu)