In Togo dürfen transhumante Hirten aus den Nachbarländern Burkina Faso, Niger, Mali und Nigeria jedes Jahr vom 31. Januar bis 31. Mai offiziell einreisen. Diese grenzüberschreitenden Gruppen ziehen seit fast 35 Jahren in das Land, um dort die Trockenzeit zu verbringen. Aufgrund des Klimawandels und den wiederkehrenden Dürren in der Sahelzone sind alle transhumanten Völker der Region vermehrt von Trockenheit betroffen. Deshalb ziehen die Gruppen immer zahlreicher in die Küstenländer nach Süden und somit auch in den Togo.

VSF-Suisse unterstützt Dörfer und Gemeinschaften, die in der Nähe des Schutzgebiets des Abdoulaye-Waldes in Togo leben, bei der Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und der Verringerung von Konflikten mit transhumanten Nomadengruppen. Im Rahmen des laufenden APFA Projektes wurden in sechs Dörfern Komitees, bestehend aus der sesshaften Bauernbevölkerung, transhumanten Nomaden und Förstern des Abdoulaye-Waldes, errichtet und geschult. Ihre Aufgabe ist es, Konflikte zu verhindern.

So wurden zum Beispiel Korridore um den Abdoulaye-Wald errichtet, welche den Nomaden und ihren Tieren einen sicheren Weg um die landwirtschaftlichen Nutzflächen bieten und gleichzeitig der sesshaften Bevölkerung die Unversehrtheit ihrer Grundstücke garantieren. Zusätzlich wurden den verschiedenen Gruppen Wasserstellen bereitgestellt und die Gemeinschaften in der Region bezüglich möglicher Probleme aufgeklärt. So kann der Ausbruch von Konflikten vermindert werden.