Im Bild: Eine von VSF-Suisse ausgebildete Tiergesundheitshelferin im Einsatz in Äthiopien. © VSF-Suisse

 

Die Dürre und die damit verbundene Ernährungskrise bedrohen weiterhin Menschen- und Tierleben am Horn von Afrika (wir berichteten). VSF-Suisse setzt sich vor Ort für die betroffenen Menschen und ihre Tiere ein. So zum Beispiel in Äthiopien. Die Region Somali, in welcher VSF-Suisse ein Feldbüro betreibt, ist dabei eines der am stärksten von der Dürre heimgesuchten Gebiete des Landes. Nach Angaben der UNO sind in Äthiopien 6,8 Millionen Menschen direkt von der Dürre betroffen, davon allein 2,3 Millionen in der Region Somali.

Eine Mehrheit der Menschen in der Region Somali sind Patoralisten (Nomaden). Ihre Leben und Lebensgrundlagen sind stark von ihrem Vieh abhängig. Die Tiere sind der wichtigste Vermögenswert sowie Nahrungs- und Einkommensquelle. Der schlechte Gesundheitszustand und die Millionen verendeten Tiere seit Beginn der Dürre wirken sich verheerend auf die Ernährungssicherheit der betroffenen Gemeinschaften aus. VSF-Suisse führt verschiedene Aktivitäten durch, um die Lage dieser Menschen und ihrer Tiere zu verbessern. Dies beinhaltet z.B. Verteilung von Tierfutter, Bereitstellung von Tiergesundheitsdiensten und Durchführung von Impfungen, Ausbildung von Tiergesundheitshelferinnen und -helfern, sowie finanzielle Unterstützung der betroffenen Familien, damit sie sich Nahrungsmittel kaufen können.

Der VSF-Suisse Programmverantwortliche vor Ort, Dr. Wesinew Adugna, hat die Lage in der Somali Region von Äthiopien sowie die gegenwärtigen Aktivitäten von VSF-Suisse während seines Einsatzes dokumentiert. Die Aufnahmen zeigen einerseits die tragische Realität, andererseits zeugen sie davon, dass die Unterstützung für die Menschen und Tiere ankommt. Gerne möchten wir nachfolgend diese Eindrücke mit Ihnen teilen.

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Bildlegenden: Verendete Tiere; Eine von VSF-Suisse ausgebildete Tiergesundheitshelferin bei der Durchführung von Impfungen; Stark unterernährtes Vieh; Tierfutterlieferung und -verteilung. Somali Region, Äthiopien, September 2022. Die Aktivitäten sind Teil eines laufenden Nothilfeprojektes finanziert durch die staatliche Entwicklungszusammenarbeit Dänemarks DANIDA und die Organisation ADRA Dänemark sowie eines Projektes zur Kapazitätsstärkung finanziert durch die Europäische Union.

 

In folgendem Video gibt unser Team des Äthiopien Länderbüros weitere Einblicke in seine Arbeit im Lichte dieser aussergewöhnlichen und schlimmen Situation: