Vétérinaires Sans Frontières Suisse und Vétérinaires Sans Frontières Deutschland durften in ihrem Länderbüro in Äthiopien S.E. Dr. Emmanuelle Soubeyran, Generaldirektorin der Weltorganisation für Tiergesundheit (WoAH), im Rahmen ihrer ersten offiziellen Mission im Land begrüssen.
Addis Abeba, 19. Februar 2026
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des äthiopischen Landwirtschaftsministeriums fand ein strategischer Austausch mit Kebadu S. Belay (Länderdirektor, VSF-Suisse), Genene Regassa (Länderdirektor, VSF-Deutschland) und Wesinew Adugna (Leiter Programme, VSF-Suisse) statt.
Gemeinsames Engagement für Tiergesundheit
Im Mittelpunkt der Gespräche stand ein gemeinsames Ziel: die nachhaltige Stärkung der tierärztlichen Dienstleistungen in Äthiopien, insbesondere in pastoral und agro-pastoral geprägten Regionen, in denen Tiergesundheit eng mit Lebensgrundlagen und Ernährungssicherheit verbunden ist.
Seit 2016 arbeiten die VSF-Teams eng mit staatlichen Partnern und lokalen Gemeinschaften zusammen, um die nationale Bekämpfung und Ausrottung der Peste des Petits Ruminants (PPR) sowie weiterer grenzüberschreitender Tierkrankheiten zu unterstützen. Diese Zusammenarbeit verbindet:
- Innovative Impfstrategien, die auch entlegene Regionen erreichen
- Den Aufbau gemeindebasierter Tiergesundheitsdienste mit besonderem Fokus auf die Förderung von Frauen
- Strukturierte Public-Private-Partnership-Ansätze
- Eine konsequente Ausrichtung an nationalen Strategien und WoAH-Standards
Im Zentrum steht dabei eine langfristige Partnerschaft – nicht kurzfristige Einzelmassnahmen.
Partnerschaft in der Praxis
Die Generaldirektorin würdigte den praxisnahen, systemorientierten Ansatz der Arbeit von VSF und betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen, lokalen Akteuren und internationalen Partnern.
VSF-Suisse und VSF-Deutschland waren die einzigen nichtstaatlichen Organisationen, welche die Generaldirektorin als Teil ihres offiziellen Programms besuchte. Dies unterstreicht das gewachsene Vertrauensverhältnis mit der äthiopischen Regierung und das gemeinsame Engagement für nationale Prioritäten im Bereich Tiergesundheit.
Gemeinsam in die Zukunft
Zum Abschluss bekräftigte Dr. Soubeyran die Bedeutung der weiteren Zusammenarbeit und ermutigte zu einer verstärkten Einbindung von VSF in regionale und globale Public-Private-Partnership-Initiativen im Rahmen der WoAH.
Für unsere Teams in Äthiopien war ihr Besuch ein wichtiges Zeichen der Anerkennung. Zugleich bestätigt er unseren Ansatz: Nachhaltige Tiergesundheit entsteht durch starke Partnerschaften – zwischen Gemeinschaften, staatlichen Institutionen und internationalen Organisationen.
Dauerhafte Systeme lassen sich nur gemeinsam aufbauen. Und genau dafür stehen wir.

