Am 5. International Cooperation Forum in Genf trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus dem humanitären Umfeld, um über die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven der internationalen Zusammenarbeit zu diskutieren. Für VSF-Suisse bot das Forum die Möglichkeit, Entwicklungen einzuordnen und die eigene Rolle im sich wandelnden Sektor zu reflektieren.

Deutlich wurde: Die Rahmenbedingungen haben sich grundlegend verändert. Finanzierungskürzungen, zunehmende Krisendynamiken und ein stärker politisiertes Umfeld setzen humanitäre Organisationen unter Druck. Auch die wachsende Missachtung völkerrechtlicher Grundsätze ist Ausdruck dieser Entwicklung. Umso dringlicher stellt sich die Frage, wie humanitäre Hilfe wirksam und glaubwürdig bleiben kann – und zugleich konsequent an den Lebensrealitäten vor Ort anknüpft.

Dieser Anspruch prägt die Arbeit von VSF-Suisse. In den ariden und semiariden Regionen Afrikas bildet die Viehhaltung die Grundlage vieler Existenzen. Unsere Programme verbinden vorausschauende Ansätze mit klassischer Nothilfe, um Lebensgrundlagen zu sichern und Ernährungs- sowie Einkommenssicherheit zu stabilisieren – vor, während und nach Krisen.

Dazu gehören die Förderung lokaler Futterproduktion, der Ausbau präventiver Tiergesundheitsdienste und gezielte Bargeldunterstützung, um frühzeitig Risiken abzufedern. In akuten Krisensituationen leisten wir Nothilfe durch Futterverteilungen und tierärztliche Sofortmassnahmen. Im Anschluss unterstützen wir den Wiederaufbau, etwa durch Programme zur Wiederaufstockung von Tierbeständen.

Flurina Derungs, Executive Director von VSF-Suisse, und Dr. Vincent Hug Hug, Programme Director, nutzten das Forum zudem für Gespräche mit Pia Hänni, Leiterin der NGO-Sektion der DEZA, sowie mit weiteren Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern.

Unser Ansatz beruht auf langfristiger Zusammenarbeit, Vertrauen und der konsequenten Einbindung lokaler Akteurinnen und Akteure. Die Verbindung aus fachlicher Expertise in der Tiergesundheit, dauerhafter Präsenz vor Ort und tragfähigen Partnerschaften mit Behörden und Gemeinschaften bildet das Fundament unserer Arbeit – insbesondere in fragilen und konfliktbetroffenen Kontexten.

Das Forum hat einmal mehr verdeutlicht: Die gegenwärtigen Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Gefragt sind Kooperation, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln, ohne die humanitären Grundprinzipien aus dem Blick zu verlieren.

Die Zukunft der humanitären Hilfe entsteht im gemeinsamen Handeln.

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