MALI Vom 2. bis 10. April 2026 organisierte Vétérinaires Sans Frontières Suisse in Ouagadougou einen Workshop zum Start des Projekts ResCoS (Sustainable Strengthening of Resilience to Climate Change and Food and Nutritional Insecurity, and of Social Cohesion in Rural Communities). Ziel des Projekts ist es, ländliche Gemeinschaften in Burkina Faso, Mali und Niger dabei zu unterstützen, besser mit den Folgen des Klimawandels, Ernährungsunsicherheit und sozialen Spannungen umzugehen.
25 Vertreterinnen und Vertreter von Partnerorganisationen aus den drei Ländern kamen zusammen, um die gemeinsame Zusammenarbeit vorzubereiten. Der Workshop bot Raum für Austausch, Diskussionen und die Entwicklung einer gemeinsamen Vision für die kommenden Jahre.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Menschen in den betroffenen Regionen langfristig gestärkt werden können. Viele Gemeinschaften im Sahel sind gleichzeitig von Dürren, Konflikten und wirtschaftlicher Unsicherheit betroffen. Besonders Familien, die von der Viehzucht leben, stehen unter grossem Druck. Genau hier setzt ResCoS an.
Während des Workshops beschäftigten sich die Teilnehmenden mit konkreten Ansätzen, um Tiergesundheit, Ernährungssicherheit und den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaften zu stärken. Gleichzeitig ging es darum, die Zusammenarbeit zwischen lokalen Organisationen über Landesgrenzen hinweg zu vertiefen.
Ein besonderer Fokus lag auf dem Aufbau von Wissen und Kompetenzen. Die Teilnehmenden vertieften ihr Verständnis der Livestock Emergency Guidelines and Standards (LEGS) – einem wichtigen Instrument für humanitäre Massnahmen im Bereich der Tierhaltung. Zudem wurde diskutiert, wie diese Standards im Rahmen des Projekts konkret angewendet werden können.
Auch die Bedeutung einer geschlechtersensiblen Projektarbeit spielte eine wichtige Rolle. Damit soll sichergestellt werden, dass Frauen und Männer gleichermassen in Aktivitäten einbezogen werden und von den Massnahmen profitieren können. Darüber hinaus fanden Schulungen zu Fotografie und Videografie statt. Ziel war es, die Partnerorganisationen dabei zu unterstützen, ihre Arbeit vor Ort besser zu dokumentieren und sichtbar zu machen. Dies stärkt nicht nur die Kommunikation, sondern erleichtert auch den Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen zwischen verschiedenen Organisationen und Projekten.
Neben fachlichen Themen stand der Austausch von Erfahrungen im Vordergrund. Die Teilnehmenden diskutierten Herausforderungen aus ihrem Alltag, teilten bewährte Lösungen und entwickelten gemeinsame Ansätze für die Projektumsetzung. Der Workshop war damit weit mehr als eine technische Einführung in das Projekt. Er schuf die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit und ein gemeinsames Verständnis darüber, wie nachhaltige Unterstützung in fragilen Regionen aussehen kann.
In den kommenden Monaten starten die ersten Aktivitäten des Projekts in den betroffenen Regionen. Die während des Workshops aufgebauten Partnerschaften und die gemeinsame Vorbereitung bilden dafür eine wichtige Basis.

