Aktionsforschung für die hydroponische Futterproduktion und für mobile Milcheinheiten

Projektübersicht

Land

Mali

Projektname

Aktionsforschung DEZA

Projektstatus

Aktiv

Projektdauer

Start: 17.10.2019
Ende: 31.12.2020

Budget

CHF 819’540.-

Finanziert von

  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)

Partner

 

  • CAB Déméso
  • FENALAIT (Fédération Nationale des Producteurs de Lait du Mali)

Projektgebiet

Themen

Tags

Hintergrund:

Der pastorale Raum in Zentral- und Nordmali ist heute „fragmentiert“, was unter anderem auf die Kriegsstellung bewaffneter Gruppen, die fortschreitende Urbanisierung und die Expansion der Landwirtschaft zurückzuführen ist. Konflikte zwischen Nutzern in ländlichen Gebieten scheinen sowohl eine Ursache als auch eine Folge dieser Situation zu sein.

Dies führt zu Schwierigkeiten bei der Vermarktung von Viehprodukten (insbesondere Milch und Fleisch) und zu schwachen (wirtschaftlichen) Verbindungen zwischen mobilen (Viehzüchter) und sesshaften (Bauern) Bevölkerungsgruppen.

Das Projekt greift ein, indem es wirtschaftliche Möglichkeiten in der Produktion und Vermarktung von Tierprodukten schafft.

 

Ansatz:

Aktionsforschung ist ein Konzept, das Forschung und sozioökonomische Entwicklungstätigkeiten umfasst. In diesem Sinne umrahmen Forschungsfragen die „Projektarbeit“.

Die vorgeschlagenen Forschungsmassnahmen sind insofern innovativ, als sie auf Folgendes abzielen:

  1. ein in Mali noch nie dagewesenes Modell der Sammlung, Verarbeitung und Verteilung von lokaler Milch, die für Viehzüchter unter akzeptablen hygienischen Bedingungen erzeugt wird, ohne die notwendige Mobilität der Herden zu behindern, sondern sie effektiv an die Verbrauchsgebiete/Märkte anzubinden;
  2. ein Modell der Sicherung und Nutzung eines bestimmten Viehzuchtgebietes auf der Grundlage solider sozialer Vereinbarungen, das eine ganzjährige Produktion von Qualitätsfutter ermöglicht.

 

Ziel:

Das Projekt zielt darauf ab, die folgenden Innovationen einzuführen und zu testen, um ihre weitere Verbreitung/Anwendung zu beurteilen:

  • Futterproduktion (Hydrokultur) in Weideflächen nach Konsultationen mit mehreren Interessengruppen, mit dem Ziel, einkommensschaffende Aktivitäten zu schaffen (Produktion und Verkauf von Futter, Futterabfüllung an der Basis des Futters).
  • Einführung mobiler lokaler Milchverarbeitungseinheiten (2x, eine im Mopti-Becken, die andere im Timbuktu-Becken), um „Hirtenmilch“ zu vermarkten (Milch von Viehzüchtern, heute wenig vermarktet)

 

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