Projekt zur Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Milch in Mali

Projektübersicht

Land

Mali

Projektname

COMPLAIT

Projektstatus

Aktiv

Projektdauer

Start: 01.09.2019
Ende: 31.08.2022
36 Monate

Budget

CHF 1’000’341.-

Finanziert durch

  • Liechtensteinischer Entwicklungsdienst (LED)
  • Medicor Foundation

Partner 

  • CAB Déméso
  • FENALAIT (Fédération Nationale des Producteurs de Lait du Mali)

Projektgebiet

Themen

Tags

Hintergrund:

Die Viehzucht in Mali, die nach wie vor hauptsächlich in der Hand von kleinbäuerlichen Agro-Pastoralisten liegt, ist ein wichtiger Wirtschaftssektor und trägt bis zu 15% zum BIP bei. In diesem Sektor sind etwa 30 % der Erwerbsbevölkerung beschäftigt. Trotz der kontinuierlichen Bemühungen der malischen Regierung, diesen Teilsektor zu entwickeln, sind die Investitionen nach wie vor zu gering, um das Potenzial der malischen Viehzucht nutzen zu können.

Die lokale Milchproduktion bleibt weit unter dem geschätzten Potenzial von 500 Millionen Litern pro Jahr. Um den Bedarf der rasch wachsenden städtischen Bevölkerung zu decken, importiert Mali Milchpulver aus dem Ausland. Einerseits belasten diese Importe die Handelsbilanz des verschuldeten Landes, andererseits behindern sie die Professionalisierung und Strukturierung der lokalen Wertschöpfungskette.

 

Ansatz:

Das Projekt stützt sich auf den Ansatz der systemischen Marktentwicklung (SMD), insbesondere bei seiner Arbeit zur Verbesserung der Dienstleistungen auf der Ebene der Molkereigenossenschaften und -verbände (z.B. Verbesserung der Veterinärdienste für Viehhalter). Darüber hinaus zielt das Projekt auf die Verbesserung der Ernährungssicherheit ab und basiert auf der Food Insecurity Experience Scale (FIES) der FAO.

 

Ziel:

Ziel ist es, zur Verbesserung der globalen Gouvernanz der Wertschöpfungskette „lokale Milch“ beizutragen, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken:

  1. Verbesserte Rechenschaftspflicht der Milchorganisationen und verbesserte Kapazitäten in der Lobbyarbeit
  2. Gesteigerte Einkommen von 300 Frauen und Jungendlichen und die verbesserte Ernährungssicherheit von 3’000 Haushalten
  3. Reduzierte Umweltauswirkungen der Milchinfrastruktur im Projektgebiet

 

Die spezifischen Ziele sind wie folgt:

  1. Milchgenossenschaften und -verbände erfüllen die Bedürfnisse ihrer Mitglieder (Dienstleistungserbringung; Lobbyarbeit für lokale Milch) und der soziale Status und die Wirtschaftskraft von Frauen und jungen Menschen wird verbessert
  2. Die Produktivität in Milchviehbetrieben, Sammelstellen, Minimolkereien und lokalen Milchverkaufsstellen wird verbessert und zugleich werden die Auswirkungen auf die Umwelt minimiert
  3. Lokale Milch ist in Menge und Qualität in den Interventionsgebieten verfügbar und für die Verbraucher zugänglich (Preis und Nähe). 

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