Nothilfe zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Viehaltern, die von wiederkehrenden Dürreperioden betroffen sind

Projektübersicht:

Land

Äthiopien

Projektname

HRF NOGOB JARAR

Projektstatus

abgeschlossen

Projektdauer

Start: 15.01.2014
Ende: 15.10.2014
9 Monate

Budget

USD 640’465

Finanziert durch

UN OCHA

Projektgebiet

Themen

Tags

Hintergrund:

Eine Kombination verschiedener Faktoren, die in der Somali-Region auftreten, führen zu erschwerten Bedingungen für die ländliche Bevölkerung: Die Weideflächen, die insbesondere während der Trockenzeiten von grösster Wichtigkeit sind, leiden unter der Expansion von Anbauflächen und der Degradation der Böden. Weiters erschweren die durch den Klimawandel intensivierten Wetterextreme das Überleben in der Region. Durch die Migration von Nomaden aus den Nachbargebieten wächst zudem der demographische Druck auf die Region und die Sicherung der Lebensgrundlagen wird dadurch zusätzlich erschwert.
Vermehrtes Auftreten von Tierkrankheiten ist eine der Folgen davon, und die fehlende tierärztliche Betreuung hat direkte Auswirkungen auf die von der Tierhaltung abhängigen Familien. Sowohl die Sicherung der Lebensgrundlagen, als auch die Nahrungs- und Ernährungssicherheit der Menschen kann nicht gewährleistet werden. Sofortige Nothilfe ist daher von grösster Wichtigkeit. Die Arbeit von VSF-Suisse unterstützt die Menschen durch die Verteilung von Kleinvieh und Stärkung des tiermedizinischen Versorgungssystemen dabei, die Ernährungssicherheit wiederherzustellen, die Lebensgrundlagen zu sichern und erneuten Dürreperioden gestärkt entgegentreten zu können. 

Projekt:

Der grösste Teil der Bevölkerung in der Somali-Region sind Nomaden, welche für ihr tägliches Überleben direkt von ihren Tieren abhängig sind. Durch Verluste in den Tierbeständen, insbesondere während Dürreperioden, verlieren die Nomaden somit ihre wichtigste Lebensgrundlage. Daher unterstützt VSF-Suisse in seinem Nothilfeprojekt die Menschen der Nogob- und Jarrar-Zonen im Bereich der Tiergesundheit. Eine verbesserte Tiergesundheit bedeutet eine sichere Lebensgrundlage. Zudem stellte sich in einer von VSF-Suisse im Jahre 2013 durchgeführten Studie heraus, dass die durch Verteilung von Ziegen in den Dürregebieten zusätzlich konsumierten tierischen Proteine, insbesondere bei Kindern unter 5 Jahren, massgeblich zur Verbesserung des Ernährungszustands beitrugen.
Im aktuellen Projekt begünstigen wir Familien, die besonders stark an Nahrungsunsicherheit leiden und den klimatischen Bedingungen schutzlos ausgesetzt sind. Mit der Einführung von Milchziegen erhalten die Betroffenen Zugang zu zusätzlichen tierischen Proteinen und können so ihre Ernährung diversifizieren. Gleichzeitig können die Familien durch den Verkauf einzelner Tiere ihre Einkommensgrundlage erweitern und somit ebenfalls den lokalen Markt stimulieren. Nicht zuletzt kann das Vermögen der Haushalte durch den Zuwachs an Jungtieren stetig aufgebaut werden.
Neben der Verteilung von Milchziegen zur Steigerung der Ernährungssicherheit engagiert sich VSF-Suisse ebenfalls im Bereich der Tiergesundheit. Durch die Ausbildung von Laientierärzten und die Verteilung von Behandlungs- und Medikamenten-Bons wird das lokale Tiergesundheitssystem gestärkt. Die Laientierärzte werden mit der nötigen tierärztlichen Ausrüstung und mit Medikamenten versorgt und können dazu beitragen, dass sich die betroffenen Familien mit ihren Tieren nach Dürreereignissen nachhaltig erholen können.

Weitere Projekte im Land:

Aktive Projekte:

Abgeschlossene Projekte:

News zum Thema:

Die Gesichter der Dürre

Die Gesichter der Dürre

Am 23. September 2019 ist der erste offizielle Herbsttag des Jahres, doch bereits jetzt sind die kühleren Temperaturen deutlich spürbar. Auch diesen Sommer hatte uns die Hitze wieder fest im Griff und Hitzewellenrollten schonungslos über uns her. Besonders...