Förderung und Vermarktung von lokaler Milch auf den Märkten in und um Bamako

Projektübersicht

Land

Mali

Projektname

PAFLAPUM Phase IV

Projektstatus

Abgeschlossen

Projektdauer

Start: 01.09.2016
Ende: 31.08.2019
35Monate

Budget

CHF 1’736’946

Finanziert durch

  • LED Liechtensteinischer Entwicklungsdienst
  • Medicor Foundation
  • Lotteriefonds des Kantons Graubünden, Kantons Schwyz
  • Kanton Basel-Stadt
  • Stadt Onex und Veyrier
  • Stiftung Symphasis, Margarethe und Rudolf Gsell Stiftung, Vontobel Stiftung, Migros Unterstützungsfonds, Greendale Charitable Foundation, Stiftung Corymbo, Stiftung Temperatio

Projektgebiet

Themen

Tags

Hintergrund:

Mit 10 Millionen Rindern und 16 Millionen Ziegen und Schafen weist Mali eine der grössten Nutztierpopulationen Westafrikas auf. Der Grossteil der ländlichen Bevölkerung hält Tiere. Für ein Drittel hängt das Überleben komplett von der Nutztierzucht ab.

Nichtsdestotrotz importiert Mali 90 % der im Land konsumierten Milchprodukte, also 5’000 Tonnen Milchpulver im Jahr. Diese ergeben 40 Millionen Liter Milch!

Der Milchsektor steht vor vielen Herausforderungen: geringe Produktivität der Nutztiere, schlechte Organisation der Akteure untereinander sowie grosse Distanzen zwischen Produktionsstätten und Städten, in denen die meisten Konsumenten leben.
Malis Regierung hat sich die Entwicklung des Milchsektors als eines der primären Ziele auf dem Gebiet der nachhaltigen Landwirtschaftsentwicklung gesetzt. VSF-Suisse unterstützt dies bereits seit mehr als 10 Jahren mit dem Projekt PAFLAPUM.

Projekt:

Gemäss der Strategie «Vom Stall auf den Tisch» fördert VSF-Suisse die lokale Milchwertschöpfungskette seit mehr als 10 Jahren von A bis Z, sei es auf dem Gebiet der Produktion in ländlichen Gebieten oder dem Vertrieb von Milch in Malis Hauptstadt Bamako.
Das Projekt PAFLAPUM vernetzt Tierhalter und Märkte mithilfe verschiedener Milchsammelstellen, Mini-Molkereien und 88 Milchverkaufsstellen in Bamako. Dadurch wurden 2’000 Arbeitsstellen erhalten oder neu geschaffen. Dies betrifft unter anderem Züchter, Bauern, Milchsammler, Milchhygieniker und Milchverkäufer.

Inzwischen ist lokale Milch in hoher Qualität für die Konsumenten in Bamako leistbar. Sie haben dieses Angebot mit Enthusiasmus aufgenommen. Die Nachfrage nach lokaler Milch ist demnach signifikant gestiegen.
Der Milchsektor wird inzwischen von einer Organisation namens FENALAIT repräsentiert. Diese ist sowohl im öffentlichen Raum als auch bei den Menschen selbst renommiert.

Dieses Projekt fördert die Inklusion schwacher und ausgegrenzter sozialer Gruppen, wie beispielsweise Frauen und Witwen. Die Erlöse der Milchverkäuferinnen und damit ihre gesamte Lebenssituation sowie ihre Rolle innerhalb der Gesellschaft haben sich mittlerweile stark verbessert.

Darüber hinaus ist es uns gelungen, die Milchproduktion zu steigern. Lokal gezüchtete Rinder geben nur 0.5 bis 1.5 Liter Milch am Tag. Mithilfe optimierter Zuchtmethoden, artgerechter Fütterung und künstlicher Befruchtung, bei der die inseminierte Rasse mit einer produktiveren gekreuzt wird, haben wir inzwischen 7 bis 9 Liter pro Tag erreicht.

Auf diesem Erfolg aufbauend wurde das Projekt in den Nachbarregionen Bamakos verlängert. Seit 2017 unterstützen wir auch den Milchsektor in der Region Kayes.

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