Was wir tun

VSF-Suisse setzt sich in verschiedenen Ländern in Ost- und Westafrika gegen Hunger und Armut ein. Wir arbeiten insbesondere für und mit Menschen, die zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts von Nutztieren abhängig sind.

Wir setzen uns für die folgenden 4 Hauptbereiche ein:

Einkommensfördernde Massnahmen

Wir unterstützen einkommensfördernde Massnahmen durch Nutztierhaltung, wodurch die Ernährungssicherheit verbessert und die Armut reduziert wird

Katastrophenvorsorge

Wir unterstützen die Menschen in Katastrophenfällen und bei der Verbesserung der Katastrophenvorsorge

Veterinärmedizinische Arbeit

Wir reduzieren die Folgen von Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können

Information

Wir sensibilisieren die breite Öffentlichkeit in der Schweiz bezüglich der Probleme, mit denen Viehzüchter in Entwicklungsländern heute konfrontiert sind

Hintergrund

Bis heute leben mehr als eine halbe Milliarde Menschen unter der Armutsgrenze und kämpft täglich ums Überleben, was eine nachhaltige Entwicklung verhindert. Gesunde Tiere sind somit elementar für das Überleben der Menschen: Sie liefern Nahrung und generieren ein Zusatzeinkommen.

Weltweit sind auch mehr als eine Milliarde Menschen von Nutztieren abhängig. Für ihre Lebensgrundlagen oder sogar für ihr Überleben.

2019 AUF EINEN BLICK

Jahreszahlen 2019

  • 46 Projekte 
  • in 8 Ländern aktiv
  • 1’182’407 unterstützte Männer, Frauen 
  • 3’245’617 geimpfte oder behandelte Tiere
  • 509’540 Liter Milch produziert und der Verkauf mit Marketing unterstützt
  • 390’462 Liter Milch pasteurisiert
  • 8’513 geschulte Menschen: Begünstigte, Laientierärzte, Fachkräfte, Mitarbeitende und Partner

Dies wurde erzielt mit und durch:

  • 114 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  • einem Gesamtbudget von ca. 7.7 Millionen CHF

Was wir bekämpfen

Hunger

Weltweit sind 815 Millionen Menschen unterernährt, und pro Tag sterben 25‘000 davon; das ist 1 Mensch alle 3.5 Sekunden. Die meisten davon sind Kinder. Hunger bedroht mehr Menschenleben weltweit als Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen. Hunger und Mangelernährung beeinträchtigen die körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Die Lern- und Produktionsfähigkeit nimmt stetig ab und treibt die betroffenen Menschen immer weiter in die Armut hinein.

Die Hauptursachen für Hunger sind

  1. Naturkatastrophen
  2. gewalttätige Konflikte
  3. mangelnde landwirtschaftliche Infrastruktur
  4. Übernutzung der Umwelt

In jüngerer Zukunft haben auch finanzielle und wirtschaftliche Krisen zur Vergrösserung der Armut beigetragen.

Armut

1 von 3 Menschen leben mit weniger als einem Franken pro Tag.

700 Millionen in Armut lebende Menschen sind für ihren Lebensunterhalt ganz oder zu einem grossen Teil von der Haltung von Nutztieren abhängig.

Tiere werden eingetauscht gegen andere Güter und sind oftmals eine wichtige Geldanlage. Sie produzieren Nahrungsmittel wie Milch oder Eier und liefern Fleisch, Wolle, Leder und auch Dünger.

Tiere werden als Arbeitstiere oder Transportmittel genutzt und spielen eine bedeutende kulturelle Rolle in vielen ländlichen Gesellschaften.

Ihre Unterstützung hilft Menschen und Tieren leben und überleben.

Bitte spenden Sie.

Was wir dagegen tun

Wir helfen beim Aufbau einer veterinärmedizinischen Grundversorgung durch die Ausbildung von Laientierärztinnen und Laientierärzten, beraten die Tierhalter in den Bereichen Zucht, Hygiene und Krankheitsprävention und unterstützen sie in der Herstellung und Vermarktung ihrer Produkte.

All diese Massnahmen führen zu einer verbesserten Ernährung der Begünstigten und ermöglichen ihnen, durch zusätzliche Einkünfte der gesteigerten Produktion, besseren Zugang zu Gesundheitsdiensten und Ausbildung und somit einen Weg aus der Armut.

Wir sind in sieben Ländern Afrikas tätig und beschäftigen rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 10 davon in Bern und 150 direkt in den Projektländern

Unser Ziel

Das Ziel ist es immer, zusammen mit der Bevölkerung, langfristige Massnahmen zu implementieren, damit die Bewohner nicht mehr auf externe Hilfe angewiesen sind.