Neue Studie: Schweizer Entwicklungsprojekte wirken

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05.10.2026
Eine Frau aus Kenia steht vor ihrem Laden mit Saatgut

Der Bundesrat will bei der internationalen Zusammenarbeit bis 2030 rund 113 Millionen Franken einsparen und den Anteil der humanitären Hilfe von 26 auf 40 Prozent erhöhen. Der Globale Ernährungsbericht 2026 der Alliance Sufosec zeigt zugleich: In 16 Projekten der sechs Schweizer Organisationen ist der Anteil der Familien, die ganze Tage ohne Essen auskommen müssen, innert weniger Jahre von 22 auf 11 Prozent gesunken.

Seit 2021 misst die Alliance Sufosec mit Instrumenten der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO, wie sich die Ernährung der Haushalte in ihren Projekten entwickelt. Wissenschaftlich begleitet wird die Allianz von der Universität Bern und der ETH Zürich. Über 56’000 kleinbäuerliche Haushalte wurden seither befragt.

Der Befund ist deutlich. Verglichen mit der eigenen Ausgangslage ging die Ernährungsunsicherheit in 13 von 16 Projekten zurück. Im Schnitt aller 16 Projekte sank sie von 61 auf 41 Prozent. In der Projektregion Fabidji im Niger ging sie um 55 Prozentpunkte zurück. Der Referenzwert der FAO für die Gesamtbevölkerung Nigers veränderte sich im selben Zeitraum kaum. In je einem Projekt im Tschad, in Mali und in der Côte d’Ivoire nahm die Ernährungsunsicherheit dagegen leicht zu. Dort müssen Entwicklungszusammenarbeit, Friedensförderung und humanitäre Hilfe ineinandergreifen.

Die Haushaltsstudie 2025 misst erstmals auch die soziale Dimension der Agrarökologie. Haushalte, die vielfältig anbauen und sich in Gruppen organisieren, sind rund ein Viertel seltener von Ernährungsunsicherheit betroffen als Haushalte, die keines von beidem tun.

Die öffentlichen Mittel wirken als Hebel. 2025 trägt die DEZA, die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, 12,8 Millionen Franken bei. Mit Spenden, Stiftungsbeiträgen und Eigenmitteln umfasst das Programm 45,5 Millionen Franken: Aus einem Bundesfranken werden 3,6 Franken. Im selben Jahr erreichen die sechs Organisationen gemeinsam mit rund 300 lokalen Partnerorganisationen 1,2 Millionen Menschen in 28 Ländern.

Zum Bericht Bericht

Zur Alliance Sufosec Die Alliance Sufosec ist ein Zusammenschluss von sechs führenden Schweizer Organisationen der Hungerbekämpfung: Fastenaktion, SWISSAID, Vétérinaires Sans Frontières Suisse, Vivamos, Aqua Alimenta und Skat Foundation. Die Organisationen arbeiten seit 2020 zusammen, die DEZA finanziert die Allianz mit.

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