Tierärztliche Expertise über Kontinente hinweg

Selma Verdia
Selma Verdia
02.07.2026
Tierärztliche Expertise über Kontinente hinweg

Wer an Tiermedizin denkt, hat oft zuerst eine Praxis für Hunde und Katzen vor Augen. Doch tierärztliches Wissen leistet weltweit weit mehr: Es schützt Lebensgrundlagen, stärkt die Ernährungssicherheit und trägt dazu bei, dass Familien Krisen besser bewältigen können.

Diese Botschaft stand im Zentrum des Beitrags von VSF-Suisse an der Generalversammlung der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin (SVK-ASMPA). Geschäftsleiterin Flurina Derungs und Vorstandsmitglied Dr. Gregor Schmid stellten dort die Arbeit von VSF-Suisse und ihre Wirkung in Afrika vor.

Gesunde Tiere, starke Familien

Für viele Familien in Ost- und Westafrika sind Rinder, Ziegen, Schafe oder Kamele die Grundlage ihres Lebensunterhalts. Sie liefern Milch und Fleisch, sichern ein Einkommen und ermöglichen es Eltern, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Bleiben die Tiere gesund, können Familien ihre Existenz sichern und Krisen besser bewältigen. Krankheiten hingegen gefährden oft nicht nur einzelne Tiere, sondern die Lebensgrundlage ganzer Haushalte. Der Zugang zu tiermedizinischer Versorgung ist deshalb entscheidend.

Gemeinsam mit Hirt:innen, agro-pastoralen Gemeinschaften und kleinbäuerlichen Familien verbessert VSF-Suisse die Tiergesundheit, stärkt lokale Veterinärdienste und unterstützt Menschen dabei, ihre Existenz langfristig zu sichern.

Ein gemeinsames Anliegen

Die Generalversammlung bot die Gelegenheit, Tierärztinnen und Tierärzte zusammenzubringen, die in ganz unterschiedlichen Bereichen arbeiten und doch dasselbe Ziel verfolgen: die Gesundheit von Tieren zu fördern.

Ob in einer Kleintierpraxis in der Schweiz oder im Einsatz für Nutztierhalter:innen in Afrika – tierärztliche Arbeit verbessert nicht nur das Leben von Tieren, sondern oft auch das der Menschen, die von ihnen abhängen.

Der Austausch machte zudem deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit innerhalb der Tiermedizin ist, wenn es um globale Herausforderungen wie Ernährungssicherheit, Zoonosen oder den Klimawandel geht.

Impfen für Afrika

Im Rahmen der Veranstaltung stellte VSF-Suisse auch die Kampagne «Impfen für Afrika» vor. Vom 8. bis 13. Juni 2026 beteiligten sich Tierarztpraxen in der ganzen Schweiz an der Aktion und sammelten Spenden für Familien, deren Lebensunterhalt von gesunden Nutztieren abhängt.

Mit ihrem Engagement trugen die Praxen dazu bei, den Zugang zu tiermedizinischer Versorgung in Regionen zu verbessern, in denen gesunde Tiere über Nahrung, Einkommen und Zukunftsperspektiven entscheiden.

Gemeinsam mehr bewirken

VSF-Suisse dankt der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin herzlich für die Einladung und den wertvollen Austausch.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr: Tierärztinnen und Tierärzte arbeiten zwar in unterschiedlichen Bereichen, doch ihr Beruf verbindet sie. Ob in einer Kleintierpraxis in der Schweiz oder gemeinsam mit Viehhalter:innen in Afrika – tierärztliche Expertise kann weit über die Behandlung einzelner Tiere hinaus wirken und das Leben vieler Menschen nachhaltig verbessern.

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Impfen für Afrika
Über VSF-Suisse
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Praktikantin Kommunikation und Fundraising

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