Gemeinsam die Zukunft gestalten: Senior Management Meeting 2026

Eldrid Funck
Eldrid Funck
20.06.2026
Gemeinsam die Zukunft gestalten: Senior Management Meeting 2026

In der vergangenen Woche kamen Kolleginnen und Kollegen aus Äthiopien, Kenia, Mali, dem Südsudan und Togo in der Schweiz zum jährlichen Senior Management Meeting von VSF-Suisse zusammen.

Vor der eindrucksvollen Kulisse des Möschbergs mit Blick über das Tal bis zu den Alpen bot das Treffen die Gelegenheit, Abstand vom Tagesgeschäft zu gewinnen und den Blick auf die Zukunft unserer Organisation zu richten. Zwischen Workshops, Diskussionen und Planungssitzungen blieb auch Zeit für persönliche Gespräche beim Essen, auf der Terrasse oder bei Spaziergängen durch die umliegende Landschaft. Gerade diese informellen Begegnungen machten das Treffen besonders wertvoll.

VSF-Suisse für die Zukunft aufstellen

Die Anforderungen an Entwicklungs- und humanitäre Organisationen verändern sich laufend. Deshalb stand die Frage im Zentrum, wie sich VSF-Suisse für die kommenden Jahre aufstellen kann.

Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung unserer Organisation und unseres Projektportfolios. Gemeinsam diskutierten wir, wie wir Partnerschaften stärken, auf veränderte Anforderungen von Geldgebern reagieren und erfolgreiche Ansätze gezielter weiterentwickeln und skalieren können.

Ein Thema kam dabei immer wieder auf: Geberorganisationen erwarten heute andere Antworten als noch vor einigen Jahren. Zunehmend interessieren sie sich nicht nur dafür, was eine Organisation tut, sondern welche Wirkung sie erzielt. Nachweise über langfristige Veränderungen, Resilienz, Nachhaltigkeit und die Skalierbarkeit erfolgreicher Ansätze gewinnen an Bedeutung. Für VSF-Suisse bedeutet dies, die Wirkung unserer Arbeit noch klarer sichtbar zu machen, ohne dabei unsere Werte und unseren Auftrag aus den Augen zu verlieren.

Lokale Führung stärken

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die Diskussion rund um das Thema Lokalisierung. Im Rahmen eines Fishbowl-Formats tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, was lokal geführte Entwicklung für VSF-Suisse bedeutet und wie sich unsere dezentrale Organisationsstruktur weiterentwickeln kann.

Dabei wurde Lokalisierung nicht als Bedrohung, sondern vielmehr als Chance verstanden: als Möglichkeit, lokale Verantwortung und Führung weiter zu stärken und gleichzeitig die Rolle des Hauptsitzes als unterstützende, verbindende und befähigende Instanz weiterzuentwickeln.

Besonders nachdenklich stimmte eine Frage, die im Verlauf der Diskussion gestellt wurde:

„Wenn wir morgen aufwachen würden und alle organisatorischen Herausforderungen gelöst wären – wie würde VSF-Suisse aussehen?“

Die Antworten waren unterschiedlich, doch viele zeichneten ein ähnliches Bild: starke Länderbüros, gemeinsame Werte und eine enge Zusammenarbeit über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg.

Darüber hinaus beschäftigte sich das Programm mit Themen wie Gleichstellung und Inklusion, Safeguarding, Kommunikation, Finanzen und Governance. Wichtige Fragen wurden offen diskutiert und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Gleichzeitig blieb die Atmosphäre während der gesamten Woche positiv und konstruktiv. Immer wieder war aus dem Sitzungsraum Gelächter zu hören – ein Ausdruck des Vertrauens, der Offenheit und der starken Beziehungen, die unsere Teams verbinden.

Einblicke ausserhalb des Sitzungsraums

Auch ausserhalb des Sitzungsraums gab es spannende Einblicke.

Besuche auf Schweizer Landwirtschaftsbetrieben und in einer Tierarztpraxis ermöglichten neue Perspektiven auf Tiergesundheit und Landwirtschaft. Besonders beeindruckte viele Teilnehmende ein Melkroboter. Er sorgte für angeregte Diskussionen über neue Technologien und deren Rolle in der Landwirtschaft.

Am Donnerstag wanderte die Gruppe durch die Berner Landschaft zum Institut für Virologie und Immunologie (IVI). Dort standen der Austausch über neu auftretende Infektionskrankheiten, die Bedeutung von Impfstoffen sowie zukünftige Herausforderungen für die Tier- und öffentliche Gesundheit im Mittelpunkt.

Gemeinsam vorwärts

Das Senior Management Meeting bietet jedes Jahr die Gelegenheit, Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Ländern persönlich zusammenzubringen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Prioritäten zu diskutieren.

Die Woche zeigte einmal mehr, wie viel Wissen, Engagement und Erfahrung innerhalb von VSF-Suisse zusammenkommen. Oder, wie ein Kollege in seinem persönlichen Fazit schrieb:

„Es gibt Herausforderungen, aber wir sind uns ihrer bewusst und bereiten uns darauf vor.“

Mit vielen neuen Ideen, konkreten nächsten Schritten und frischer Motivation kehrten die Teilnehmenden in ihre Länderprogramme und an ihre Arbeitsplätze zurück.

VSF erlebbar machen

Den Abschluss der Woche bildeten die Generalversammlung von VSF-Suisse in Bern sowie der Partner- und Spenderanlass «VSF erleben». An interaktiven Erlebnisstationen konnten die Gäste in die Rolle von Menschen aus unseren Projektregionen schlüpfen und selbst erfahren, wie Tiergesundheit zu Ernährungssicherheit, Einkommen und resilienten Lebensgrundlagen beiträgt.

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VSF-Suisse hat ein Gesicht
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