Die Dawa-Zone in Äthiopien hat seit mehr als einem Jahr mit starker Dürre zu kämpfen. Die lokale Verwaltung und die Regierung haben zusammen mit ihren humanitären Partnern, darunter VSF-Suisse, Ende Oktober die Situation analysiert. Der Bericht, den Sie weiter unten als PDF-Datei finden, fasst die Ergebnisse dieser Analyse zusammen.

Äthiopien mit der Dawa Zone (rot). © Google Maps

Die Dürre ist hauptsächlich auf die schwachen Regenfälle zurückzuführen. Sowohl die kurzen Regenfälle 2020 (Oktober bis Dezember) als auch die langen Regenfälle 2021 (März bis Mai) fielen in der gesamten Dawa-Zone ungenügend aus. Und die aktuelle Regenzeit hat in der gesamten Zone noch nicht eingesetzt.

In allen Verwaltungsdistrikten (sogenannten Woredas) der Dawa-Zone sind die Weideflächen mittlerweile ausgetrocknet und die Wasserreserven aufgebraucht. 95 % der Dörfer in allen Woredas der Zone müssen bereits jetzt mit Wassertransportern versorgt werden. Gemäss den Beobachtungen vor Ort benötigen die meisten nomadischen Gemeinschaften, deren Haupterwerbsquelle die Viehzucht ist, dringend Nahrungsmittelhilfe für die kommenden zwei Monate.

Erschwerend hinzu kommt der Zerfall der äthiopischen Währung. Der Wert hat sich gegenüber dem kenianischen Schilling in den letzten zwei Monaten halbiert. Dies hat dazu beigetragen, dass insbesondere die Lage in den an Kenia grenzenden Woredas, die üblicherweise Lebensmittel und andere Güter aus dem Nachbarland importieren, sich merklich verschlechtert hat.

Die internationale Gemeinschaft ist zum Handeln aufgerufen.

Die Situation in Zahlen:

  • In der gesamten Zone wurden insgesamt 47’215 verendete Tiere gemeldet, davon 5’666 Kamele, 4’241 Rinder und 37’057 Ziegen und Schafe.
  • 10 Schulen mussten aufgrund der verheerenden Dürre bereits geschlossen werden.
  • 62’960 Menschen benötigen dringend Nahrungsmittel.

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