Aufbau der Widerstandsfähigkeit in von Dürre bedrohten Gebieten (Projekt BRIM Phase II)
Projektübersicht:

Land
Äthiopien
Projektname
Projektstatus
abgeschlossen
Projektdauer
| Start: | 01.04.2015 |
| Ende: | 30.09.2016 |
| 17 Monate |
Budget
Finanziert durch
ECHO
Projektgebiet
Themen
Tags
Hintergrund:
Die Liben-Zone ist geprägt von einem dürren Klima und trockenen Böden. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Dürren das grösste Risiko für die lokale Bevölkerung darstellen. Aufgrund des Klimawandels treten diese immer häufiger auf und sind immer gravierender. Da es nur unregelmässig Regnet, ist es für die Bewohner fast unmöglich ihre Aussaat und Ernte zu planen.
Das Projekt legt einen speziellen Fokus auf Frauen als Begünstigte. Diese sind am bedürftigsten und abhängigsten vom Klimawandel und den Dürren, da sie nur wenig Kontrolle über die natürlichen Ressourcen haben.
Projekt:
Das Projekt BRIM II verfolgt verschiedene Ansätze. Alle Massnahmen sollen dazu führen, die Widerstandsfähigkeit von Pastoralisten und Agro-Pastoralisten zu erhöhen und zu stärken. Sie sollen dadurch weniger von Klima-Schocks wie Dürren und externer Hilfe abhängig sein.
Es werden verschiedene unterirdische Wassertanks sowie Sammelbecken für Regenwasser gebaut. Einige Dorfbewohner werden dazu ausgebildet und eingesetzt diese Wasserressourcen zu verwalten: Einerseits bestimmen sie wieviel Wasser für Menschen und wie viel für Tiere genutzt werden kann, anderseits sind sie dafür verantwortlich, dass auch während Trockenzeiten genügend zur Verfügung steht. Da die Tiere und ihre Gesundheit eine wichtige Grundlage für die Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur der Bevölkerung in der Liben-Zone darstellen, ist ein weiteres Ziel von BRIM II die Ausbildung von Laientierärzten und eine Verbesserung des Zugangs zu Tiermedizin.
Um der Bevölkerung ein stetiges Einkommen zu garantieren, dass nicht abhängig von der Ernte und somit vom Klima ist, wurden vier neue „Village Community Banks“ (VICOBAS) gegründet. Eine Gruppe von Frauen erhält eine siebentätige Ausbildung in Buchhaltung, Geschäftsentwicklung, etc. und einen Grundstock an Geld. Damit entwickeln sie eine Art Banksystem für ihr Dorf, wo die Bewohner Geld anlegen und Darlehen erhalten können. Die Frauen legen die Rahmenbedingungen und Konditionen gemeinsam fest.
VSF-Suisse arbeitet in der Region mit der lokalen Regierung, mit Mitgliedern der Gemeinschaften und anderen NGOs zusammen Dies führt zu einer guten Umsetzung der Massnahmen und dazu, dass diese auch nachhaltig Bestand haben.
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